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Helmut Vogt,
30.04.2022

Integrierte Stadtteilentwicklung in Groß Borstel

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt in Groß Borstel

Ca. 70 Groß Borstelerinnen und Groß Borsteler fanden an diesem Abend ihren Weg in das Kirchengebäude. Helmut Vogt, stellv. Vorsitzender des Distrikts, begrüßte die Anwesenden und wies einleitend darauf hin, dass Groß Borstel mit RISE (Programm, aus dem die Stadtteilentwicklung in Groß Borstel finanziert wird) nicht zu ersten Mal in einen Entwicklungsprozess einbezogen wurde. Er erinnerte an die Öffnung der Papenreye (1993 ff.) und die damit verbundene Verkehrsberuhigung, was zu heftigen Kontroversen unter der Einwohnerschaft geführt habe, und an die Entwicklungsplanung südliches Flughafenumfeld (1998 ff.), die interessante Ergebnisse hervorbrachte, welche aber in der Schublade verschwunden seien. Er wünsche sich für RISE in Groß Borstel und die geplanten Projekte weder das eine noch das andere Schicksal.

Dem konnte die Senatorin, die sodann das Wort ergriff, entgegensetzen, dass, da eine Finanzierung vorhanden sei, einer Realisierung der Projekte nichts im Wege stehe. Die Einbeziehung der betroffenen Bevölkerung sei bei allen RISE-Prozessen konstitutiv und werde durch das Stadtteilbüro gewährleistet. Unter den aktuell 34 RISE-Fördergebieten in Hamburg stelle Groß Borstel eine Ausnahme dar. In diesem Stadtteil gehe es nicht um soziale Stabilisierung, sondern - angesichts des enormen Bevölkerungszuwachses durch zwei große Neubaugebiete - um die notwendige Erweiterung und Verbesserung der Infrastruktur. Die politische Verantwortung und die letzte Entscheidung für das Entwicklungsvorhaben liege in ihrer Behörde, die Projektplanung und die Umsetzung in den Abteilungen des Bezirksamts Hamburg-Nord und im Stadtteilbüro.

Die Leitungen der Abteilungen und des Stadtteilbüros waren auf der Veranstaltung prominent vertreten. Yvonne Nische und Cordula Ernsing, beide vom Bezirksamt HH-Nord, beteiligten sich mit Beiträgen zur Umsetzung an der Aussprache, die den Ausführungen von Dorothee Stapelfeldt folgte. In der Diskussion ging es im Übrigen um die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Borsteler Chaussee verbunden mit einer Verkehrsberuhigung in der Straße und dem Ausbau des Nedderfelds, um fußgängerfreundlichere Ampelschaltungen, um die Schaffung einer Stadtteilmitte, um die Verbesserung der Nahversorgung und um die Zukunft des Stavenhagenhauses. Bezüglich der Fragen zu schnellen verkehrsregelnden Maßnahmen, wie Tempo 30 auf Abschnitten der Borstler Chaussee oder verbesserte Schaltungen für Fußgänger bei den Ampeln oder weiteren Querungen über die Borsteler Chaussee erklärte Dorothee Stapelfeldt, dass die Zuständigkeit dafür nicht in ihrer Behörde läge.

Nach fast zwei Stunden an Beiträgen, Fragen und Antworten konnte Margrit Springhorn, die für RISE im SPD Vorstand Groß Borstel zuständig ist und den Abend moderierte, mit herzlichem Dank an die Senatorin schließen. Vor der Kirche bildeten sich danach noch einige Gesprächsgrüppchen, was als Zeichen des Gelingens zu bewerten ist.

Das Gespräch mit der für den RISE-Prozess verantwortlichen Senatorin mit Groß Borstel in Gang zu setzten, war unser Anliegen und kann als geglückt angesehen werden. Wir bleiben dran!