Nach der Begrüßung der Teilnehmenden durch unsere Distriktvorsitzende Mehria Ashuftah, wies Helmut Vogt, der durch den Abend führte, bei seinem einleitenden Statement darauf hin, dass vor Kurzem eine Verlängerung der RISE-Zeit (RISE = Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung) bis 2029 bekannt gegeben worden sei. Bei der Planung der Veranstaltung hieß es noch, 2027 sei Schluss. Erfreulicherweise könne man deshalb heute eine Art von Zwischenbilanz ziehen und müsse nicht mehr überlegen, was in der verbleibenden Restlaufzeit noch zu schaffen sei.
Als Gast des Abends war Dr. Bettina Schomburg, seit Mitte Februar Leiterin des Bezirksamt Hamburg-Nord, anwesend. Sie betonte eingangs, dass ihr sehr daran gelegen sei, mit den Groß Borstelern über RISE ins Gespräch zu kommen. Sie fragte die Anwesenden, was das Projekt bisher für den Stadtteil gebracht habe und welche wichtigen Themen noch offen seien. Es folgte eine lebhafte Aussprache, in der eine Reihe von Erfahrungen, Vorschlägen und Ideen eingebracht wurden. Größtenteils ging es dabei um die noch ausstehende Umgestaltung der Borsteler Chaussee mit dem Ziel, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Zur Frage, was man für Reduzierung der Verkehrsmengen in der Straße tun könne, gab es einige sehr beachtenswerte Vorschläge. Dazu gehört etwa die Idee, die Zahl der Fahrstreifen in Richtung Groß Borstel in der Straße Deelböge von 2 auf 1 zu reduzieren. Dadurch würde die Einfahrt nach Groß Borstel verengt und der Verkehrsfluss gehemmt. Man könne auch die Ampelschaltungen, so ein weiterer Vorschlag, am Anfang und am Ende der Borsteler Chaussee so gestalten, dass der Durchfluss vermindert wird. Natürlich ging es in diesem Zusammenhang auch um das leidige und jahrzehntealte Thema eines vierspurigen Ausbaus oder – bei Erhalt der drei Spuren – um eine durchflussfördernde Regelung des Verkehrs in der Straße Nedderfeld. Darin wird eine Möglichkeit gesehen, dem Durchgangsverkehr in Groß Borstel einen Ersatz zu bieten. Dabei war aber allen schnell klar, dass damit ein „dickes Brett“ zu bohren wäre, denn die Straße gehört in etwa zur Hälfte zum Bezirk Eimsbüttel, der ins Boot geholt werden muss. Darauf wies auch Tina Winter, Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Hamburg Nord, in ihrem Beitrag hin, machte aber durchaus Hoffnung, dass es auf politischer Ebene möglich sei, mit den Eimsbüttlern ins Gespräch zu kommen.
Weiter wurde darauf hingewiesen, dass die ansässigen Autofirmen, deren Autotransportlaster häufig den Verkehrsfluss in der Straße hemmen, in der Vergangenheit wenig daran interessiert gewesen seien, zu einer Verkehrsberuhigung in Groß Borstel beizutragen. Auch von der Polizei, der in diesen Fragen eine Schlüsselrolle zukommt, kam, gelinde gesagt, wenig Unterstützung. Was die Autofirmen anbetrifft so wurde bemerkt, dass im Nedderfeld ein Wandel zu bemerken sei. Die Leerstände nähmen zu –wahrscheinlich, weil der Automarkt im Internet ständig an Bedeutung gewinnt. Vielleicht, so die Hoffnung, ergeben sich daraus neue Anknüpfungspunkte für die verkehrliche Ertüchtigung der Straße.
Als nach ca. anderthalb Stunden der formelle Teil des Abends beendet wurde, war man ganz überwiegend zufrieden. Ein Teilnehmer fasste seine Einschätzung wie folgt zusammen: „Die SPD Groß Borstel zeigt Präsenz und greift die Themen auf, die vor Ort interessieren. Da kann man nur sagen: Weiter so!“
Es folgte ein informeller Teil in der Eingangshalle des Hauses. Bei Getränken und Knabbereien wurden in verschiedenen Gesprächsrunden die Themen des Abends vertieft oder auch anderes von Interesse besprochen.
Helmut Vogt





